Französische ANSM-Maßnahme zu synthetischen Cannabinoiden
Die französische Nationale Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM) hat beschlossen, neue Cannabinoide in die Liste der Betäubungsmittel aufzunehmen.
Frankreich hat angesichts der zunehmenden Verbreitung von synthetischen Cannabinoid-Produkten wie HHC, H4CBD oder THCP auf dem Markt eine klare Entscheidung getroffen. Diese Produkte werden hauptsächlich im Internet und in einigen CBD-Läden in Form von Cannabisblüten (die mit diesen Cannabinoiden besprüht werden), Cannabisharzen (denen diese Verbindungen zugesetzt werden), Sprays, Gummibärchen, Vapes und E-Liquids vermarktet, die eingenommen, verdampft oder geraucht werden können.
Die Agentur argumentiert, dass diese Präparate, die rechtliche Schlupflöcher ausgenutzt haben, um auf den Markt zu gelangen, aufgrund ihrer unbekannten Sicherheit, ihres Abhängigkeitspotenzials und ihrer psychoaktiven Wirkungen erhebliche Risiken darstellen.
Details der neuen Verordnung
Die Maßnahme, die am 3. Juni 2024 in Kraft treten wird, folgt auf ein Verbot von HHC im letzten Sommer im Jahr 2023 und eine Erklärung im März über die Absicht, diese Verbindungen zu regulieren.
Anfang Mai hat die ANSM das Schnellverfahren der Europäischen Kommission genutzt, um ihren Verbotsentwurf einzureichen. Zu den Cannabinoiden, die jetzt als Betäubungsmittel eingestuft werden, gehören:
- H4CBD (auch THC, hydriertes CBD oder Tetrahydrocannabidiol genannt)
- H2CBD (Dihydrocannabidiol)
- THCP
- HHC, HHCO, HHCP und HCCPO
- Darüber hinaus beinhaltet die Maßnahme ein Verbot für alle vom Benzo[c]chromen-Kern abgeleiteten Substanzen mit bestimmten strukturellen Veränderungen, mit Ausnahme von Cannabinol (CBN).
Rechtfertigung der Maßnahme
In ihrer offiziellen Erklärung erklärte die ANSM, dass diese Neo-Cannabinoide aufgrund der mit ihrem Konsum verbundenen Gesundheitsrisiken und des Abhängigkeitspotenzials als Betäubungsmittel eingestuft wurden. Die Agentur begründete ihr Vorgehen damit, dass sie zahlreiche Berichte über schwerwiegende Auswirkungen von den Zentren zur Bewertung und Meldung von Drogenabhängigkeit und Sucht (CEIP-A) erhalten habe.
¿Cuáles son los riesgos de los cannabinoides sintéticos?
Además, la ANSM también destacó que la composición de estos productos puede no corresponder a la indicada en el embalaje, con concentraciones en cannabinoides generalmente elevadas y desconocidas para el consumidor.
Es ist absehbar, dass mehrere Unternehmen des Sektors diese neue Verordnung anfechten werden, so wie sie es bereits beim HHC-Verbot versucht haben. Vorerst haben die Geschäfte damit begonnen, ihre Lagerbestände zu räumen.